Referat Ministrantenpastoral und liturgische/kulturelle Bildung

„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt".

1 Petrus 3, 15b

Das Referat für Ministrantenpastoral und liturgische / kulturelle Bildung richtet sein Vor-Denken nach dieser Sinnperspektive aus. Es vernetzt und unterstützt die Akteure jugendpastoralen Handelns bei ihrer Umsetzung und Weitergabe dieser Ermutigung darin, mystagogisch und zur Kommunikation befähigend zu wirken. Die namengebenden Verantwortungsbereiche des Referats konkretisieren sich in drei Aufgabenfeldern:

  • Ministrantenpastoral. Ministrantinnen und Ministranten sind Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsene, die ‚ganz nah dran' sind an Ambo und Altar und zugleich mitten im Leben; sie tragen zur Verwirklichung der Grundvollzüge von Kirche bei, indem sie Liturgie, Gemeinschaft, das Dienst-Tun am anderen Menschen und auch das Zeugnis-Geben in ihren personalen Dimensionen miteinander verbinden. Ganzheitliche liturgische Bildung, pastorale und pädagogische Begleitung sind die Säulen eines jugendpastoralen Handelns für die Ministranten und Ministrantinnen, die mit ihrem Dienst bereit sind, aktiv Aufgaben im Gottesdienst und in der Gemeinde zu übernehmen, und sie für ihren Dienst und bei der Suche nach einem Leben in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus und in seiner Nachfolge zu stärken.
    Das Fachreferat der afj reflektiert Ministrantenpastoral in theologischer und pädagogischer Hinsicht. Darüber hinaus koordinieren und beraten wir vor allem die diözesanen Fachstellen, tragen gemeinsame, überdiözesane Projekte, unterstützen den internationalen Austausch und die Rom-Wallfahrten der Ministrantinnen und Ministranten.

  • Geschäftsführung und Redaktionelle Leitung des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend. Leid und Tod von Menschen beispielsweise medial zu ‚fokussieren' ist ambivalent: Es kann Aufmerksamkeit auf den Leidenden lenken, es kann ihn zugleich aber auch bloßstellen; es kann zum Verändern und Helfen ermutigen oder zum Ergötzen verführen. Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend korreliert dieses Heute unserer Gesellschaft und des eigenen Lebens im ganz persönlichen Gebet mit dem Kreuzweg und Tod Jesu.
    1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke" zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

  • Reflexion der spirituellen und ästhetischen Korrelation von (Jugend-) Kulturen, ihren Wirklichkeitszugängen und Liturgie. Wohl noch nie zuvor gab es so faszinierend differenzierte Möglichkeiten wie in unserer Zeit, sich ein Bild der Wirklichkeit zu machen. Doch mit der schier grenzenlosen Verfügbarkeit von Informationen werden Antworten auf die Frage danach, was wesentlich ist, was Wahrheit ist, scheinbar in ebenso großem Ausmaß unscharf.
    Das, was Kommunikation und Zugänge zur Wirklichkeit im Alltagsleben prägt, wie Musik, Film oder Blogging, berührt auch die Weise der Kommunikation mit Gott und den Dialog mit Gott in der Liturgie. Die Entfaltung und Reflexion der ästhetischen Dimension jugendpastoralen Handelns schärfen hierfür den Fokus.
    Das Referat greift Fragen aus dem breiten Spektrum Jugend - Kultur - Liturgie auf, wobei der Zusammenhang zwischen Kunst und Spiritualität besonders im Vordergrund steht. Konkreter Ausdruck der Reflexion dieser Wechselbeziehung sind auch die Verantwortung für das Feld des Neuen Geistlichen Liedes und die Mitgliedschaft im Programmbeirat des Katholischen Filmwerks.

Unterstützt wird die Jugendpastoral „vor Ort" unter anderem durch Vortragstätigkeit, Mitwirkung bei Fortbildungen, Workshops, Beratung und durch diverse Publikationen.

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