Referat jugendpastorale Bildung
Die konzeptionelle Arbeit des Referats prüft Leitbegriffe jugendpastoraler Konzepte und ordnet sie praktisch-theologisch ein. Dabei bezieht sie sich auf sozialwissenschaftliche, pädagogische und theologische Erkenntnisse und überführt aktuelle fachliche Impulse vordenkend in praxisbezogene Konzeptionen.
Durch Fachtagungen, Vorträge, Fortbildungen und in Publikationen werden Fragen der Theorie und Praxis kirchlicher Jugendpastoral bearbeitet. Vor allem Fachtagungen in Kooperation mit unterschiedlichen Trägern sind ein Weg, unterschiedliche Formen und Ansätze der Jugendpastoral miteinander ins Gespräch zu bringen und Jugendpastoral zu vernetzen.
In Beratung und wissenschaftlicher Begleitung werden auf Anfrage Modellprojekte zur Weiterentwicklung der Jugendpastoral in den Diözesen und Verbänden unterstützt. Für den BDKJ wird die Geschäftsführung der Redaktionsgruppe zum Weltfriedensgebet wahrgenommen.
Zwei Themen stehen aktuell im Vordergrund der Referatsarbeit:
- Wie kann praktisch-theologisch Stellung genommen werden zu Theorien, Konzepten und Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und –sicherung in Jugendpastoral und kirchlicher Jugendarbeit? Dabei sollen die bisherige Rezeption dieser Ansätze im jugendpastoralen Feld gesichtet, Erfahrungen evaluiert, Bedarf ermittelt und auf die Verhältnisse kirchlicher Jugendarbeit übertragbare Konzepte entwickelt werden. Dieser Schwerpunkt wurde gewählt, weil sich derzeit vielfach organisatorische Strukturen in Bistümern oder Verbänden wandeln. Ziel ist es, diesen Wandel zu begleiten, indem Konzepte erarbeitet werden, die unter geänderten strukturellen Voraussetzungen das Erreichen jugendpastoraler Zielsetzungen absichern.
- Wie wird Religion im Spannungsfeld zwischen alltäglicher Erfahrung und den durch Events erlebbaren Realitäten von Jugendlichen erfahren? Die 2002 in Anbindung an dieses Referat durchgeführte Studie "Religion zwischen Alltag und Event - am Beispiel des Weltjugendtages in Toronto 2002" wird zu diesem Zweck fortgeführt. Dieser Schwerpunkt wurde gesetzt, weil Events in der Jugendpastoral – nicht zuletzt durch die Ausrichtung des Weltjugendtags 2005 in Deutschland - an Bedeutung gewonnen haben. Welche Einstellungen jugendliche Teilnehmende diesen Veranstaltungen gegenüber haben, welche Motive sie zur Teilnahme bewegen und welche Relevanz Events für ihr Leben haben wird empirisch untersucht. Ziel ist es, für die Arbeit mit Events in der Jugendpastoral empirische Einblicke bereitzustellen und dadurch praxisorientierende Theorieentwicklung zu unterstützen.


