Presse
PRESSEINFORMATION (14.07.2010)
PRESSEKONFERENZ (02.08.2010) - Dr. Peter Hahnen
PRESSEKONFERENZ (02.08.2010) - Weihbischof Martin Gächter
INTERNATIONALER ABEND (03.08.2010) - Paul Ponce
PRESSEKONFERENZ (04.08.2010) - Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger
PRESSEKONFERENZ (04.08.2010) - Weihbischof Dr. Martin Gächter
GENERALAUDIENZ (04.08.2010) - Ansprache des Heiligen Vaters
PRESSEINFORMATION (04.08.2010)
BASISINFORMATIONEN
In Form von Fact-Sheets, welche als PDF-Downloads angeboten werden, erhalten Sie Basisinformationen zur Wallfahrt. Diese finden Sie unter dem Punkt FAKTEN ZUR WALLFAHRT.
PRESSEINFORMATIONÂ -Â 14.07.2010
45.000 Ministranten pilgern nach Rom
Internationale Wallfahrt in die Ewige Stadt
Anlässlich der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom halten sich rund 45.000 Ministranten aus Deutschland ab Ende Juli in der Ewigen Stadt auf. Hinzu kommen rund 8.000 weitere Messdiener aus über einem Dutzend Länder, darunter Österreich, Ungarn, Frankreich, Rumänien und die Schweiz. Im Mittelpunkt der Wallfahrt stehen das internationale Programm mit Abendgebet auf dem Petersplatz am 3. August 2010 und die Mitwirkung bei der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. am darauf folgenden Tag. Das Motto der Wallfahrt lautet „Aus der wahren Quelle trinken.“
In Deutschland koordiniert die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) das Programm. Zu der internationalen Wallfahrt lädt der Weltverband der Ministranten, „Coetus Internationalis Ministrantium (CIM) ein. Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss Ehren- und Hauptamtlicher aus der europäischen Ministrantenpastoral, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Der Referent für Ministrantenpastoral in der afj, Dr. Peter Hahnen, ist Leiter des europäischen Vorbereitungsteams der Wallfahrt und Vizepräsident des CIM. Insgesamt nehmen 26 (Erz-)Diözesen an dem Treffen in Rom teil. Die Ministrantenreferate der einzelnen Bistümer organisieren für ihr Bistum jeweils selbstständig die Anreise, Unterkünfte und das Ausflugsprogramm.
Hinweise für Pressevertreter in Rom:
Erreichbarkeit in Rom: Das deutsche Vorbereitungsteam ist im Deutschen Pilgerzentrum vom 30. Juli bis 4. August 2010 erreichbar (Centro Pastorale Pellegrini di Lingua Tedesca, Via del Banco di S. Spirito, 56  - Öffnungszeiten: 9.00-19.00). Mobil: +49-176-103176 30.
Auftaktpressegespräch in Rom: 2. August 2010, 12.00 Uhr im Sendegebäude von Radio Vaticana, Piazza Pia 3, Sala Marconi. Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Weihbischof Martin Gächter (Präsident des CIM, Solothurn), Bernhard Lang (Schweizer Bildhauer, Schöpfer der monumentalen Tarsitius-Statue, die am 3./4.08. auf dem Petersplatz aufgestellt sein wird) und Dr. Peter Hahnen.
Abschluss-Pressekonferenz in Rom: 4. August 2010, 12.15 Uhr (unmittelbar im Anschluss an die Generalaudienz). Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (komissarischer Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, München-Freising), Weihbischof Martin Gächter (Präsident des CIM, Solothurn-Basel) und jugendliche Pilger. (Ort: wie am 2. August 2010).
Nähere Informationen
zur Wallfahrt, zum Programm und den Hintergründen der Ministrantenpastoral finden Sie unter
http://www.afj.de/index.php/aktionen/24-internationale-ministrantenwallfahrt .
Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) in Düsseldorf verbreitet.
PRESSEKONFERENZÂ -Â 02.08.2010
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Ministrantenpastoral – Chance der kirchlichen Jugendarbeit
von Dr. Peter Hahnen, Düsseldorf
CIM-Vizepräsident & Referent für Ministrantenpastoral bei der "Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz" (afj)
Statement auf der Auftakt- Medienkonferenz am Montag, 2.08.2010, 12:00 Uhr
anlässlich der Internationalen Wallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen nach Rom
Sehr geehrte Damen und Herren,
"Wo kommt diese Begeisterung für das Ministrieren her? Woher diese immens große Zahl an Teilnehmern bei dieser Wallfahrt?" Das sind zwei Fragen, die uns jetzt oft gestellt werden. Was hier in diesen Tagen passiert, geschieht in pastoraler Hinsicht nicht in einem quasi luftleeren Raum. Wenn sich von mal zu mal mehr Jugendliche aus mehr europäischen Nationen unserer Wallfahrt und der Ministrantenarbeit daheim in den Gemeinden anschließen, hat das seinen guten Grund.
1. Ministrieren mach Spaß.
2. Ministrieren ist mehr.
3. Ministrieren hilft.
4. Fazit: Ministrieren macht schön.
1. Ministrieren macht Spaß.
Die Attraktionskraft, nah dran zu sein am Besonderen, sagen wir ruhig auch: am Heiligen; das bedeutsame Mitwirken dabei, das Mitwirken aus der Gemeinde und auch vor ihr – das sind meist die frühen Motive, die Gründe des Kommunionkinds, sich für den Dienst am Altar zu interessieren.
Sich regelmäßig in einer Gruppe Gleichaltriger zu treffen, die Bandbreite von Spiel und Training für das "Abenteuer Gottesdienst" zu erleben – das macht schlicht Spaß. (So lange der Spaß – Sie werden die Anmerkung, auch wenn ich anlässlich eines Festes nicht die Schatten herausstellen will, einordnen können – nicht ausgenutzt wird.) Und es bleibt toll, wenn Kinder und Jugendliche hier nicht als "Kerzenhalter auf 2 Beinen" benutzt sondern als Personen wahr- und ernst genommen werden.
2. Ministrieren ist mehr.
Das Treffen in Gruppen, gemeinsames Spielen und Üben, die internen Auseinandersetzungen; auch das Zusammenraufen, das Lernen, miteinander auszukommen, sich einzubringen und respektvoll die Talente der anderen zu achten -. All das ist Teil dessen, was wir als Erwerb sozialer Kompetenz schätzen können.
Ministrantinnen und Ministranten erleben sich aber auch als angefragt und hinterfragt. Wer gleichzeitig im Fußball-Verein oder auf einem Instrument was zu bieten hat, kennt durchaus den kritischen Vorwurf des Nachwuchsstürmers oder Musikschulleiters, ob man am Sonntag beim Termin wohl wieder wegen dieses "Kirchenkrams" fehlen werde. Dann muss man Farbe bekennen. Schon junge Ministranten entwickeln bisweilen etwas, das wir eine konfessorische Kompetenz nennen können.
Mehrwert aber auch noch in anderer Hinsicht: nämlich durch das immer tiefere Durchdringen des gottesdienstlichen Handelns. Wir pflegen ja nicht sentimental die Oberfläche eines verschwurbelten Mysteriösen, sondern erkennen Liturgie als wertvolles und innerlich tief mitvollzogenes Feiern der Nähe Gottes. Das wird, je älter Ministranten werden, persönlich spirituell wichtig. Liturgische Kompetenz ist mithin die dritte Kompetenz, die Ministrantenpastoral zu vermitteln vermag.
3. Ministrieren hilft.
Es ist unverzichtbar, dass sich Seelsorgerinnen und Seelsorger den Kindern und Jugendlichen in echter "cura pastorale" (Papst Johannes Paul II.) widmen und ihr Leben ganzheitlich bereichern.
Nicht wenige Prominente, Wissenschaftler und Politiker berichten ja von ihrer Zeit im Altardienst als DER oft ersten Situation, in der sie Anerkennung und Ermutigung eigener Talente erfuhren; mit der sie dann ihren Wert und Platz in Gemeinde und Gesellschaft fanden.
4. Fazit: Ministrieren macht schön.
Aktuelle soziologische Studien wie Sinus (U27) geben uns eine Vorstellung davon, was Jugendliche suchen (und was nicht). Persönliche Stärken zu erkennen und zu entwickeln, Wertschätzung zu erfahren und seinen Platz zu definieren und zu behaupten. Das suchen und brauchen und mögen sie. Sie wollen in einem umfassenden Sinne "schön" sein und "gut aussehen". Ich rede hier natürlich nicht von Maßnahmen der Schönheitschirurgie sondern von Ästhetik als dem beglückenden Zusammenklang von Sinn und Sinnlichkeit. Für Ministranten und Ministrantinnen gehen diese beiden eine spannende Verbindung ein.
Ich komme zum Schluss und erinnere an das Motto unserer Wallfahrt: Eine wahre Ministrantenpastoral kann Lebensquellen finden und schöpfen helfen. Das sind die Chance und die Herausforderung, die auch nach dieser Wallfahrt bleiben.
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PRESSEKONFERENZÂ -Â 02.08.2010
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Der CIM und sein 50-jähriges Jubiläum
von Martin GächterWeihbischof von Basel und Präsident des CIM
Statement auf der Auftakt- Medienkonferenz am Montag, 2.08.2010, 12:00 Uhr
anlässlich der Internationalen Wallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen nach Rom
Der CIM (Coetus Internationalis Ministrantium) ist ein freier Zusammenschluss von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Verantwortlichen für Ministranten in Europa, sei es auf der Ebene eines Bistums oder einer Nation.
Ministranten gibt es in allen katholischen Pfarreien. Sie bilden keinen Verein und sind nur lose organisiert. Es liegt an jeder Pfarrei, wie viel sie mit den Ministranten unternimmt. In den meisten Pfarreien werden sie gut in ihre liturgischen Dienste eingeführt. In vielen Diözesen und Ländern gibt es auch überpfarreiliche Stellen, welche Hilfen und Ausbildungen anbieten für die Ministranten.
Der CIM existiert nun seit 50 Jahren und gibt den Verantwortlichen der europäischen Länder und Bistümer Erfahrungen und Impulse für eine gute Zusammenarbeit mit den Ministranten. Immer mehr zeigt sich, dass bei den Ministranten eine wichtige Jugendpastoral in der Kirche stattfindet, die in jeder Pfarrei möglich und wichtig ist. Keine andere katholische Kinder- und Jugend-Gruppe zählt so viele Mitglieder wie die Ministranten. Die Ministranten leisten in ihren Pfarreien einen wichtigen Dienst, bei dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln, den Glauben vertiefen und anregende Begegnungen mit anderen Jungen und Mädchen, auch aus anderen Pfarreien und Nationen, erleben.
Der CIM unterstützt die Verantwortlichen durch jährliche Studientage, an denen 30 – 40 Verantwortliche aus rund 10 Ländern Europas zusammenkommen. Alle 5 Jahre organisieren wir eine Internationale Ministrantenwallfahrt, zu der Tausende Ministranten aus 15 – 20 Ländern Europas nach Rom pilgern, um hier auch dem Hl. Vater zu begegnen.
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PRESSEKONFERENZÂ -Â 04.08.2010
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Romwallfahrt 2010: Jugendarbeit, die weit über den Tag hinausreicht.
von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, München
Kommissarischer Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz
Statement auf der Abschluss-Medienkonferenz am Mittwoch, 4.08.2010, 12:30 Uhr
anlässlich der Internationalen Wallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen nach Rom
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
es geht Ihnen ja wahrscheinlich wie mir: Ich bin noch ganz beeindruckt und bewegt von diesem Vormittag und der Generalaudienz beim Heiligen Vater. Das bunte Meer der Pilgertücher brandete ja förmlich zwischen den Kolonnaden dieses ehrwürdigen Platzes hin und her.
Ich bin gebeten worden, ein paar Einschätzungen zur Perspektive dieser Tage für unsere Ministrantenpastoral daheim in Deutschland zu geben. Dieser Bitte komme ich gerne nach.
In ihren regelmäßigen Treffen vor Ort, mit einiger sozialer und auch katchetischer Arbeit, nicht zuletzt auch mit ihren liturgiepädagogischen Impulsen, ist die Ministrantenpastoral bei uns zu einer ganz herausragenden Säule der kirchlichen Jugendarbeit geworden.
Die stetig steigenden Ministrantenzahlen belegen, dass hier eine Lebensader unserer Kirche verläuft, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Wenn die jungen Pilger nach Hause zurückkehren, wird die Woge ihrer Begeisterung, noch weit in unser Land tragen.
Die Gemeinschaft und die Weite, die sie hier erleben, gibt ihnen bestimmt auch Mut, zu Hause Zeugnis vom Glauben zu geben und in unserer Kirche mitzuarbeiten. In diesen Tagen haben die jungen Leute ja viel Spaß miteinander. Auch das gehört zum Leben der Kirche. Und es tut den Jugendlichen gut, dies hier zu erleben. Rom besteht nicht nur aus Steinen und alten Gemäuern – in Rom lässt es sich leben!
Ich möchte aber auch eine nachdenkliche Bemerkung machen: Wir sollten die Kinder und Jugendlichen, die sich hier so engagiert zeigen, nicht – wie unser Ministrantenreferent Herr Dr. Hahnen von der afj das bisweilen etwas bissig formuliert – als „Kerzenhalter auf zwei Beinen“ gebrauchen. Wir sollten sie vielmehr als vom Herrn gerufene und berufene Menschen verstehen und schätzen; als junge Christen, die mit ihrem Leben, mit ihrem Suchen und Fragen, und auch mit manchen unbequemen Ansichten – und schließlich auch mit ihren kulturellen Ausdrucksformen ihr Christsein leben wollen, begreifen und begleiten.
Ich sage das auch selbstkritisch in Richtung unserer kirchlichen Praxis hier und da. Ich darf das mal so zuspitzen: Wir „ge-brauchen“ die Ministranten nicht, wir sind für sie da. Dann werden sie auch mit uns sein; mit der Jesus-Bewegung, die wir Kirche nennen. Den jugendlichen Pilgern sage ich: Die Kirche will auch eure Kirche sein!
Ich möchte die Gelegenheit heute auch nutzen, einmal allen Danke zu sagen, die in den Gemeinden und in den diözesanen Referaten für Ministrantenseelsorge so ideenreich ihren Beitrag leisten. Dank auch all denen, die diese Tage organisiert haben, beim CIM und den Wallfahrtsteams. Ich möchte auch unsere „Arbeitsstelle für Jugendseelsorge“ erwähnen. Von dort wird viel geleistet. Und mit der Arbeitshilfe MINIBÖRSE und dem Magazin MINIPOST das ganze Jahr über die Arbeit vor Ort unterstützt.
Ich komme zum Schluss: Es soll ja ein paar Gemeinden geben, die in den letzten Tagen nachdenklich geworden sind, ob sie nicht mehr für die Ministrantinnen und Ministranten tun müssten. Ihnen möchte ich aus Rom von Herzen zurufen. „Macht was! Die „Minis“ sind es wert!“
(Es gilt das gesprochene Wort.)
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PRESSEKONFERENZÂ -Â 04.08.2010
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Wir sind reich Beschenkte
von Martin GächterWeihbischof von Basel und Präsident des CIM
Statement auf der Abschluss-Medienkonferenz am Mittwoch, 4.08.2010, 12:30 Uhr
anlässlich der Internationalen Wallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen nach Rom
Gestern und heute haben wir auf dem Petersplatz von Rom zwei Höhepunkte der Ministrantenwallfahrt des CIM erlebt. Etwa 53000 Ministrantinnen und Ministranten aus ca. 17 Nationen sind zusammengekommen, um miteinander zu feiern.
Wir haben 50 Jahre europäische Zusammenarbeit im CIM gefeiert. Wir sind dem Hl. Vater begegnet, der uns seine Freundschaft und Ermutigung geschenkt hat.
Wir haben eine Statue des hl. Tarzisius / Tarsitius nach Rom gebracht, welcher der Patron aller Ministranten ist, da er sich im jugendlichen Alter für Christus in der Eucharistie eingesetzt hat bis zur Hingabe seines Lebens. Diese Statue wird nun über den Katakomben von San Callisto aufgestellt werden, wo der hl. Tarzisius begraben liegt. Dort kann ein neuer Treffpunkt für die Ministranten der ganzen Welt entstehen.
Wir durften in den vergangenen Tagen viele frohe Begegnungen von Ministrantinnen und Ministranten aus ganz Europa beobachten. Sie haben hier im Zentrum der katholischen Kirche viel
Schönes erlebt. Ihr Glaube an Christus wurde vertieft. Unsere katholische Kirche haben sie gut erfahren. Wir sind erfreut und dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Vatikans, die viel Offenheit und Liebe zur heutigen Jugend zeigen. Wir gehen nach Hause mit vielen positiven Erfahrungen in dieser zauberhaften Stadt Rom, mit vielen anderen Ministrantinnen und Ministranten und mit unserer katholischen Kirche.
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INTERNATIONALER ABEND -Â 03.08.2010
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Showbusiness und Ministranten –
Weltklasse-Jongleur bedankt sich bei Pilgern auf dem Petersplatz
von Paul Ponce, ArgentinienGrußwort anlässlich des Internationalen Abends auf dem Petersplatz, Dienstag, 3.08.2010
Liebe Ministranten und Ministrantinnen,
es ist für mich wunderbar bei eurem großartigen Treffen hier in Rom dabei sein zu dürfen.
Meine Frau Lia und ich möchten euch einfach einmal Danke sagen für euren großartigen Dienst, den ihr in unserer Kirche tut. Wir reisen ja kreuz und quer durch die Welt. Das bringt das Showbusiness so mit sich. Aber wir versuchen doch täglich an einem Gottesdienst teilzunehmen.
Die Sakramente, die Zeichen der Nähe Gottes, geben unserem aufregenden Leben Ruhe und Kraft. So bleiben wir in der Liebe und Nähe Jesu.
Also: Heute ist mal Gelegenheit euch von Herzen zu danken, für euren tollen Dienst, den ihr und eure Freunde rund um die Welt tut. Ihr seid ein lebendiger Teil der Kirche, ihr seid echte Freunde Jesu.
Paul Ponce
stammt aus einer traditionsreichen Artistenfamilie und gilt als einer der besten Tempo-Jongleure der Welt. Als Siebenjähriger stand er bereits in der Manege und begeisterte das Publikum. Selbst Queen Elisabeth II. war von seiner rasanten Darbietung „very amused“. Gastspiele führten in u.a in das Gran Casino Barcelona, das Wintergarten-Variete nach Berlin und in die Radio City Music Hall New York.
Bei einem Gastspiel in Düsseldorf lernte CIM-Vizepräsident Peter Hahnen ihn kennen und lud ihn zur Romwallfahrt der Ministranten ein. Paul Ponce sagte spontan zu und tritt in Rom unentgeltlich auf.
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GENERALAUDIENZ -Â 04.08.2010
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Ansprache des Heiligen Vaters
anlässlich der Generalaudienz des Heiligen Vaters bei der Internationalen Wallfahrt der Ministranten und Ministrantinnen 2010Mittwoch 04.08.2010
Liebe Ministrantinnen und Ministranten, liebe Freunde, liebe deutschsprachige Pilger,
willkommen hier in Rom!
Mit euch grüße ich den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone; er heißt Tarcisio wie euer Patron. Ihr habt ihn freundlicherweise eingeladen, und er, der den Namen des heiligen Tarzisius trägt, freut sich, dass er mit unter den Ministranten der Welt und unter den deutschen Ministranten sein kann. Ich grüße die lieben Mitbrüder im Bischofsamt sowie die Priester und Diakone, die an dieser Audienz teilnehmen. Von Herzen danke ich Weihbischof Martin Gächter aus Basel, dem Präsident des »Coetus Internationalis Ministrantium«, für die Begrüßungsworte, die er an mich gerichtet hat, für das große Geschenk der Tarzisiusstatue und für das Halstuch, das er mir überreicht hat. All das erinnert mich an die Zeit, als ich selber ein Ministrant war. Weihbischof Gächter danke ich in euer aller Namen auch für den großen Einsatz, den er unter euch leistet. Ebenso danke ich seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen, die dieses fröhliche Beisammensein möglich gemacht haben. Mein Dank gilt auch den Förderern aus der Schweiz und allen, die auf vielfältige Weise mitgeholfen haben, die große Statue des heiligen Tarzisius zu realisieren.
Ihr seid in großer Zahl hier! Ich habe mit dem Hubschrauber schon den Petersplatz überflogen und all die Farben und die Freude gesehen, die auf diesem Petersplatz zugegen ist. So sorgt ihr nicht nur für eine gute Stimmung auf diesem Platz, sondern vermehrt auch die Freude in meinem Herzen! Vielen Dank! Die Tarzisiusstatue hat schon einen langen Pilgerweg hinter sich. Im September 2008 wurde sie im Beisein von 8.000 Ministranten erstmals in der Schweiz präsentiert. Sicher waren einige von euch damals schon dabei. Von dort wurde sie über Luxemburg bis nach Ungarn gebracht. Heute nehmen wir sie hier festlich in Empfang und freuen uns, diese Gestalt aus den ersten Jahrhunderten der Kirche besser kennenzulernen. Später wird die Statue, wie Weihbischof Gächter schon gesagt hat, bei den Kalixtuskatakomben aufgestellt werden, wo sich das Grab des heiligen Tarzisius befindet. Vor euch allen äußere ich meinen Wunsch, dass dieser Ort, die Kalixtuskatakomben und diese Statue, ein Bezugspunkt für die Ministrantinnen und Ministranten wird sowie für alle, die Jesus als Priester, Ordensleute und Missionare unmittelbarer nachfolgen wollen. Sie alle können auf diesen mutigen und starken jungen Menschen hinschauen und dabei ihre Freundschaft mit dem Herrn selber erneuern. So lernen wir, immer mit Gott zu leben und dem Weg zu folgen, den er uns mit seinem Wort und durch das Zeugnis so vieler Heiliger und Märtyrer zeigt, von denen wir durch die Taufe Brüder und Schwestern sind.
Wer war der heilige Tarzisius? Wir haben nicht viele Auskünfte über ihn. Er lebte in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte, näherhin im 3. Jahrhundert. Man erzählt sich, dass Tarzisius ein Junge war, der regelmäßig die Kalixtuskatakomben hier in Rom besuchte und seine Pflichten als Christ besonders treu erfüllte. Er hatte eine große Liebe zur Eucharistie, und aufgrund einiger Anhaltspunkte kommen wir zu dem Schluß, daß er vermutlich ein Akolyth, also ein Ministrant gewesen ist. In jenen Jahren verfolgte Kaiser Valerian die Christen mit aller Härte. Sie mussten sich heimlich in ihren Privathäusern oder gelegentlich auch in den Katakomben treffen, um das Wort Gottes zu hören, miteinander zu beten und die heilige Messe zu feiern. Auch der Brauch, die Eucharistie zu den Gefangenen und Kranken zu bringen, wurde immer gefährlicher. Eines Tages fragt der Priester wie gewohnt, wer bereit sei, die Eucharistie zu den Brüdern und Schwestern zu bringen, die darauf warteten. Da erhob sich der junge Tarzisius und sagte: »Schicke mich!« Dieser Junge schien aber noch zu klein für eine so schwierige Aufgabe. »Mein junges Alter«, erwiderte Tarzisius, »wird der beste Schutz für die Eucharistie sein.« Das überzeugte den Priester, und er vertraute ihm das kostbare Lebensbrot an und sagte: »Tarzisius, denk daran, dass du einen himmlischen Schatz in deinen schwachen Händen hältst. Vermeide die vollen Straßen und vergiss nicht, dass die heiligen Dinge nicht den Hunden und die Edelsteine nicht den Schweinen vorgeworfen werden dürfen. Wirst du die heiligen Geheimnisse treu und sicher bewahren?« »Ich werde eher sterben, als sie mir wegnehmen zu lassen«, erwiderte Tarzisius. Unterwegs traf er ein paar Freunde, die auf ihn zukamen und ihn einluden, mit ihnen zu gehen. Als er ablehnte – es waren Heiden –, wurden sie mißtrauisch und aufdringlich. Dann bemerkten sie, dass er etwas an seine Brust drückte, als wollte er es verteidigen. Sie versuchten, es ihm zu entreißen, aber vergeblich. Der Kampf wurde immer wilder, vor allem als sie erfuhren, daß Tarzisius Christ war. Sie traten ihn mit den Füßen, bewarfen ihn mit Steinen, aber er gab nicht nach. Von einem Prätorianergardisten namens Quadratus, der auch heimlich Christ geworden war, wurde der Sterbende zu einem Priester gebracht. Sein Körper war bereits leblos, aber an seiner Brust hielt er immer noch das kleine Leinentuch mit der Eucharistie. Gleich danach wurde er in den Kalixtuskatakomben begraben. Papst Damasus hat eine Inschrift für das Grab des heiligen Tarzisius verfasst, gemäß der er im Jahr 257 gestorben ist. Das Römische Martyrologium legt den Todestag auf den 15. August fest und gibt auch die schöne mündliche Überlieferung wieder, nach der das Allerheiligste nicht am Körper des heiligen Tarzisius gefunden wurde, nicht in seinen Händen und auch nicht in seiner Kleidung. Das legte man so aus, dass die geweihte Hostie, die der kleine Märtyrer mit seinem Leben verteidigt hatte, Fleisch von seinem Fleisch geworden war und so mit seinem eigenen Leib vereint ein einziges makelloses Opfer, das Gott dargebracht wurde.
Liebe Ministrantinnen und Ministranten, das Zeugnis des heiligen Tarzisius und diese schöne Überlieferung zeigen uns die tiefe Liebe und die große Verehrung, die wir für die Eucharistie haben müssen: Sie ist ein kostbares Gut, ein Schatz von unermeßlichem Wert, sie ist das Brot des Lebens, sie ist Jesus selbst, der für uns zur Speise wird, Stütze und Kraft für unseren täglichen Weg und ein Pfad, der zum ewigen Leben führt; sie ist das größte Geschenk, das Jesus uns hinterlassen hat.
So wende ich mich an euch, die ihr hier versammelt seid, und durch euch an alle Ministrantinnen und Ministranten der Welt: Tut großzügig euren Dienst an Jesus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist! Das ist eine wichtige Aufgabe, die euch erlaubt, besonders nahe beim Herrn zu sein und in einer tiefen wirklichen Freundschaft mit ihm zu wachsen. Bewahrt diese Freundschaft voll Eifer in eurem Herzen, so wie der heilige Tarzisius, und seid bereit, dafür einzustehen, dafür zu ringen, dafür euer Leben hinzugeben, damit Jesus zu allen Menschen kommt. Teilt auch ihr euren Altersgefährten das Geschenk dieser Freundschaft mit, mit Freude und Begeisterung und ohne Angst, dass sie spüren, ihr kennt es, es ist wahr, und ihr liebt dieses Geheimnis! Jedes Mal, wenn ihr zum Altar hintretet, habt ihr das Glück, bei der großen Liebestat Gottes dabei zu sein, der sich auch heute jedem von uns schenken will, uns nahe sein will, uns helfen will und Kraft geben will, damit wir richtig leben. Bei der Wandlung, ihr wisst es, wird dieses kleine Stück Brot Leib Christi, und der Wein wird Blut Christi. Ihr habt das große Glück, dieses unsagbare Geheimnis aus nächster Nähe erleben zu dürfen! Erfüllt eure Aufgaben als Ministranten mit Liebe, Andacht und Treue und kommt nicht einfach irgendwie herein, sondern bereitet euch inwendig auf die heilige Messe vor! Wenn ihr euren Priestern beim Dienst am Altar helft, tragt ihr dazu bei, dass Jesus mehr erfahrbar wird, dass die Menschen mehr spüren und erkennen: er ist da, dass er in dieser Welt, im Alltag, in der Kirche und an jedem Ort immer mehr gegenwärtig sein kann. Liebe Freunde, ihr leiht Jesus eure Hände, eure Gedanken, eure Zeit. Das wird er euch vergelten, indem er euch die wahre Freude schenkt und spüren lässt, wo das wirkliche Glück zu Hause ist. Der heilige Tarzisius hat uns gezeigt, dass jemand sogar sein Leben für ein wirkliches Gut, für das wahre Gut, für den Herrn aus Liebe hingeben kann.
Von uns wird nicht sogleich das Martyrium verlangt, aber Jesus bittet um die Treue in den kleinen Dingen, um die innere Sammlung, das innere Mit-dabei-Sein, unseren Glauben, und darum, dass wir uns mühen, im Alltag diesen Schatz gegenwärtig zu halten. Er bittet uns um Treue in den täglichen Aufgaben, um das Zeugnisgeben für seine Liebe, indem wir in die Kirche gehen aus innerer Überzeugung und Freude, dass er da ist. So können wir auch für unsere Freunde erfahrbar machen, dass Jesus lebt. Dabei helfe uns die Fürsprache des heiligen Johannes Maria Vianney, dessen Gedenktag wir heute feiern, des demütigen Pfarrers von Frankreich, der eine kleine Gemeinde umgewandelt und der Welt damit ein neues Licht geschenkt hat. Das Beispiel der Heiligen Tarcisius und Johannes Maria Vianney ermutige uns jeden Tag, Jesus zu lieben und seinen Willen zu erfüllen, so wie die Jungfrau Maria, die ihrem Sohn bis zum Ende treu war. Noch einmal herzlichen Dank euch allen! Gesegnete Tage und gute Heimkehr!
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PRESSEINFORMATION -Â 04.08.2010
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Ministrantenwallfahrt in Rom
Papst Benedikt XVI.: "Danke für euren Dienst"
Düsseldorf, 04. August 2010
Die internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom hat heute mit der Teilnahme an der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. ihren Höhepunkt erlebt. Vor 53.000 jugendlichen Pilgern aus mehr als 20 Nationen würdigte der Papst den Einsatz der Jugendlichen am Altar. Der unverzichtbare Dienst schenke die Möglichkeit einer tiefen Freundschaft mit Jesus: „Teilt auch ihr euren Altersgefährten das Geschenk dieser Freundschaft mit, voll Freude und Begeisterung und ohne Angst. Ihr leiht Jesus eure Hände, eure Gedanken und eure Zeit.“
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bezeichnete die Ministranten als „Schatz für die Kirche“. Gerade weil in manchen Gottesdiensten nur wenige Kinder und Jugendliche zu sehen seien, gelten Ministranten als Hoffnung für die Kirche: „Die enorm hohe Teilnehmerzahl aus Deutschland zeigt: Ministranten sind ein beeindruckend starker und zuversichtlich stimmender Teil unserer Kirche“, so Zollitsch. „Der Ministrantendienst ist ein Bekenntnis zum Glauben und zur Kirche. Ich bin froh, dass sich viele auch nach ihrem Ministrantendienst, zum Beispiel in Pfarrgemeinderäten, engagieren.“
Aus 26 (Erz-)Diözesen sind 45.000 deutsche Jugendliche der Einladung an den Tiber gefolgt und feierten mit Ministrantengruppen unter anderem aus Österreich, Ungarn, Schweiz und Frankreich. Kurzfristig kamen auch noch Jugendliche aus Weißrussland, Georgien und Armenien hinzu.
Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (München-Freising), kommissarischer Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, blickte auch selbstkritisch auf den Umgang der Kirche mit den Kindern und Jugendlichen und warb für mehr Engagement im Umgang mit ihnen: „Es soll ja ein paar Gemeinden geben, die in den letzten Tagen nachdenklich geworden sind, ob sie nicht mehr für die Ministrantinnen und Ministranten tun müssten. Ihnen möchte ich aus Rom von Herzen zurufen: Macht was! Die „Minis“ sind es wert!“
In Deutschland koordinierte die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) das Programm. Der Referent für Ministrantenpastoral in der afj, Dr. Peter Hahnen, zugleich Leiter des europäischen Vorbereitungsteams der Wallfahrt und Vizepräsident des Internationalen Ministrantenbundes CIM unterstrich die Forderung nach pastoralen Kraftanstrengungen: „Ministrantinnen und Ministranten sind engagierte Akteure des kirchlichen Lebens und verdienen im Gegenzug umfassende pastorale Aufmerksamkeit, ja, „Sitz und Stimme“ im Leben der Gemeinden.“
Informationen
zur Wallfahrt, zum Programm und den Hintergründen der Ministrantenpastoral finden Sie unter
http://www.afj.de/index.php/aktionen/24-internationale-ministrantenwallfahrt .
Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) in Düsseldorf verbreitet.



